Palisanderschälchen
Walter 14. September, 2009Auch dieses Werkstück hat so schnell einen neuen Besitzer gefunden, dass ich nur noch bei der Übergabe rasch ein verschwommenes Foto zustandegebracht habe.
Auch dieses Werkstück hat so schnell einen neuen Besitzer gefunden, dass ich nur noch bei der Übergabe rasch ein verschwommenes Foto zustandegebracht habe.
Dieses Holz stammt aus einem Hackstock. Zwar ist es trocken, doch in der Endbearbeitung knackste es und die Schale sprang von der Segmentscheibe. Der Riss zog sich durch 2/3 des Gesamtdurchmessers, ich war nahe dran, das Stück in den Ofen zu stecken, aber meiner Frau hat die Schale so gut gefallen, dass ich den Versuch unternommen habe, den Riss zusammen zu leimen. Naja, hat doch hingehauen, der Leim hält bombenfest und die Schale ist dann noch händisch nachgeschliffen worden. Die Schrammen vom Abflug habe ich gelassen, die passen irgendwie zur Gesamterscheinung. Ein paar Stellen hatte ich vorher schon mit Holzkitt verspachtelt.
Ich hatte heute Gelegenheit und Lust einen Kugelschreiber zu drechseln, und das ist das Ergebnis.
Diese Eichenschale stammt ebenfalls aus dem Hackstock der zuvor einmal beschriebenen Eichenschale mit Durchblick. Hier waren noch mehr Risse in diesem Abschnitt, diese habe ich mit dem Lötkolben angekohlt und dann mit schwarzem Wachs gefüllt. Das gibt ihr ein wildes und interessantes Aussehen, wird aber wohl nicht jedem gefallen.
Winziges Schälchen aus gut abgelegenem Lindenholz.
Dies ist eines von den Werkstücken, die so rasch den Besitzer gewechselt haben, dass ich weder ein anständiges Foto noch genaue Abmessungen davon habe. Es handelt sich jedenfalls um Makasser Ebenholz, das sehr hart ist und bei der Bearbeitung die ganze Werkstatt inklusive meiner Wenigkeit mit rußartigem Staub bedeckt hat.
Da ich noch jede Menge Ahorn herumliegen habe, nahm ich heute ein Stück davon mit zur Drechselbank. Diese Bäume haben den attraktiven und geruchsintensiven Braunkern meistens nie dort, wo ich ihn vermute, ich darf mich beim Zerlegen eines Ahorn immer auf eine Überraschung freuen.
Der Rohling dieser Schale ist aus einem Stammabschnitt, den der Vorbesitzer unseres Gartenhauses 30 Jahre lang in einer Ecke aufbewahrt hat, um später mal einen Hackstock daraus zu machen. Das Holz ist also dementsprechend trocken und steinhart.
Bei dieser Gelegenheit konnte ich mit Genugtuung mein neues Maintortool Nr.2 ausprobieren, es war bei allen Werkzeugen, die ich an diesem Stück probiert habe, das mit dem besten Ergebnis.
Trotzdem, es war irgendwie ziemlich kräfteraubend, umso größer ist jetzt die Befriedigung, wenn ich die fertige Schale nun in die Hand nehme.
Die Schale war nach Fertigstellung für meinen Geschmack etwas zu hoch und hatte am oberen Rand einen Riss. Mir ist dann die Idee gekommen, den Riss bogenförmig auszuschneiden und den Schnitt einfach rundum zu wiederholen, so entstand dieser gezackte Rand. Gesägt wurde mit der Laubsäge, dann mit Lamellenschleifer glatt gemacht und anschließend mit der Hand rundgeschliffen.
Dieses kleine Stück Zwetschkenholz war für eine Aufwärmübung eingespannt worden.
Die Farben sind unglaublich, aber leider kommen schon die ersten Risse, wie zu erwarten war.
Ich habe mir nicht die Mühe gemacht, das kleine Ding dünnwandig auszuhöhlen, weil ich bereits ein größeres Projekt liegen hatte, ging also nur mit dem Forstnerbohrer rein und weitete dann das Loch ein wenig auf.
Die Holzstücke sind einerseits ein Rest aus einem alten Zaunpfahl aus Robinie, andererseits ein Föhrenast vom Waldboden aus meiner Umgebung, die Kugelschreiberbausätze von Axminster aus England (24K vergoldet).